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Weltgrößte Zinnlager in Sachsen: Asien finanziert die Erschließung (11/2011)

Am 5. Oktober wurden die Weichen gestellt: Die Deutsche Rohstoff AG (DRAG) aus Heidelberg sorgt für die detaillierte Erkundung der riesigen sächsischen Zinnvorkommen bei Gottesberg und Geyer im Westerzgebirge. Beide Lagerstätten zusammen enthalten rund 180.000 Tonnen Zinnmetall und stellen damit die weltgrößte unerschlossene Zinn-Ressource dar. Nach derzeitigem Zinnpreis – er lag Mitte Oktober bei rund 16.500 €/t Sn – haben die Erzvorkommen einen Wert von drei Milliarden Euro. Und die Nachfrage nach Zinn wird mit wachsender Weltbevölkerung und zunehmendem Wohlstand stetig weitersteigen, denn das Metall gilt als unentbehrlich bei der Produktion von Elektrogeräten (Lötzinn!) sowie von Blechen und Legierungen (Konservendosen!). Die erzhaltigen Granitkuppen von Geyer und Gottesberg wurden bereits zu DDR-Zeiten in den 1970er und 1980er Jahren an 169 Stellen mit insgesamt 60 Bohrkilometern erkundet. Schon damals wies man rund um Geyer rund 40.000 Tonnen Zinnmetall nach (bei Erzgehalten von durchschnittlich 0,56% Sn); dazu treten beträchtliche Zink-Gehalte (1,12% Zn) sowie die High-Tech-Metalle Gallium und Indium. Im Juli 2011 legte die DRAG bei Mühlleiten, nur wenige hundert Meter von der Geyer’schen Binge entfernt, einen ersten Probeschurf zur Erzgewinnung bis in 10 m Tiefe an. Enorme 120.000 t Zinnmetall lagern bei Gottesberg in der Gemeinde Muldenhammer, nur wenige Kilometer nordöstlich des Schneckensteins. Rund 11 Quadratkilometer bedeckt dieses Erzrevier zwischen den Siedlungen Tannenbergsthal, Jägersgrün, Morgenröthe und Gottesberg. Hier sollen aktuell im November neue Bohrungen bis in 400 m Tiefe vorgetrieben werden. Die Anfangsfinanzierung für diese Neuerkundung – rund 3.000.000 € – kommt dabei vornehmlich von Investoren aus Asien und Australien über die neugegründete Tin International Ltd. mit Sitz in Brisbane/Australien, an der die DRAG mit knapp 70% beteiligt ist. Tin International übernimmt damit auch die Sachsenzinn GmbH, die alle Abbaurechte in Gottesberg und Geyer hält. Stefan Weiß

 

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