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Bergbau im Kupferschiefer – eine Sonderschau in Korbach

Vor genau 300 Jahren – im Jahre 1710 – teufte Ludwig Balthasar Müller in der Appelau in Dorfitter den ersten Schacht ab. In den Folgejahren führte er den nordhessischen Kupferbergbau bei Korbach zu höchster Blüte: Rund um Dorfitter und Thalitter wurde in etlichen Bergwerken über 150 Jahre lang – bis 1868 – Kupferschiefer gewonnen und in der Schmelzhütte zu „Garkupfer“ verhüttet.

Gebäude wie die Bergkirche, das spätere Bergamt, das Große Haus in Thalitter und das Zechenhaus in Dorfitter, aber auch die montanhistorische Landschaft vermitteln noch heute ein lebendiges Bild der glanzvollen Zeit des itterschen Kupferbergbaus.

Wer war dieser Ludwig Balthasar Müller, der 1710 den ersten Schacht abteufte? Wer waren die Menschen, die ihm zur Seite standen? Was ist eigentlich Kupferschiefer? Wie wurde das rote Metall gewonnen und wofür verwendete man es? Warum wurde der Bergbau eingestellt und welche Zeugnisse gibt es noch heute?

Antwort auf diese Fragen gibt die Ausstellung – mit zahlreichen Exponaten aus öffentlichen und privaten Sammlungen zur Geschichte des itterschen Kupferbergbaus in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Auch die sozialgeschichtlichen Aspekte des Kupferbergbaus, wie erwa die Bergkirche, die Wohnhäuser oder die Schule der Bergleute, werden in der Ausstellung dokumentiert.

Mineralien und Fossilien aus dem itterschen Bergbaugebiet vervollständigen die Ausstellung. Fotos aus dem Mikrobereich zeigen die Wunderwelt der kleinsten Kristalle.

Zur Ausstellungseröffnung am 27.Juni 2010 erscheint ein Museumsheft zu dieser Sonderausstellung (Bestellungen auch unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

Azurit-Calcit


Wunderschöne Azuritrosette
(5 mm) in Calcitdruse.
Bergbau Thalitter bei Korbach.