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Pontes e Lacerda – Goldrausch in Brasilien!   (4/2016) 

Oktober 2015: Die westbrasilianische Kleinstadt Pontes e Lacerda im Bundesstaat Mato Grosso erlebt einen spektakulären Goldrausch. Angelockt von Fotos kiloschwerer Goldklumpen im Internet strömen bis zu 8.000 Glücksritter auf das Gebiet einer privaten Fazenda am Serra do Caldeirão, nur 20 km von Pontes e Lacerda entfernt. Ein riesiger Parkplatz entsteht, der bewaldete Hügel wird gerodet, man errichtet Zelte und Verkaufsstände für Lebensmittel, Lampen und Metalldetektoren, ein Hüttendorf wächst. Hunderte Gruben, improvisierte Schächte und labyrinthische Stollen werden tief in den Berg gegraben.
Aufnahmen aus der Luft zeigten das Ausmaß der Zerstörung: Der gerodete „Goldhügel“ und seine Umgebung gleichen auf vier Quadratkilometern einem Schweizer Käse. Zu Tage kommen mindestens 80 Kilo Gold, teils bestens kristallisiert und in Größen bis über 15 cm (die schönsten Stücke gelangen auf die Tucson Show in den USA, siehe LAPIS 3/2016).
Zwei Monate lang beobachten die Behörden das illegale Treiben. Als Ende Oktober fünf Männer verschüttet werden, schreiten sie ein: Bundesrichter Francisco Antonio de Moura verbietet sämtliche Bergbau-Aktivitäten und ordnete die Beschlagnahme allen illegal geförderten Goldes an. Ein erster Räumungsversuch mit über 300 Polizeibeamten erfolgt am 13. November 2015. Noch bis Mitte Februar 2016 liefern sich illegale Garimpeiros ein Katz-und- Maus-Spiel mit der Bundespolizei und sogar mit der Nationalgarde; wenn sich deren Einheiten zurückziehen, beginnen über 150 Bergleute erneut mit dem Goldabbbau, worauf Dutzende verhaftet werden.
Seit dem 20. Februar 2016 bleiben Polizei und Militär rund um die Uhr vor Ort, um eine Wiederaufnahme des illegalen Bergbaues zu verhindern. Das Goldgräberlager ist nun verlassen, starke Regenfälle haben die Abbaue teilweise einstürzen und absaufen lassen.

Stefan Weiß

                                     

Skelettförmige Goldkristalle als 5 cm hohe Schwimmergruppe (29,3 g schwer). Serra do Caldeirão claims, Pontes e Lacerda, Brasilien. Foto: Rudolf Watzl/ Saphira Minerals

 

 

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