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Vulkane – gefährliche Schönheiten (1/2016)

Die aktuelle Sonderausstellung im Münchner Museum „Reich der Kristalle“ bringt dem Besucher die gefährliche Schönheit des Vulkanismus näher, macht aber auch deutlich, was die Menschheit durch die Vulkane an Postivem geschenkt bekommt. Vulkane gehören nach den Erdbeben zu den Naturkräften, die der Mensch am allerwenigsten beherrscht. So kostete der Ausbruch des Nevado del Ruiz in Kolumbien 1985 über 25.000 Menschen das Leben, der Ausbruch des Unzen in Japan verursachte 1993 Schäden im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Dabei können Vulkane auch unser Klima beeinflussen, denn bei explosiven Ausbrüchen gelangen Staub und Schwefeldioxid hoch in die Stratosphäre und können dort die ganze Erde umrunden. In Europa und Nordamerika ging 1816 als das „Jahr ohne Sommer“ in die Wettergeschichte ein. Von April bis September fielen unablässig Regen-, Graupel- und Schneeschauer. Ernteausfälle, Seuchen und Hungersnöte rafften hunderttausende Menschen dahin. Ursache war der Ausbruch des Tambora, der auf der indonesischen Insel Sumbawa liegt. Über 100 Kubikkilometer Staub, Asche und Geröll wurden in einer der stärksten Eruptionen in der Menschheitsgeschichte in die Luft geschleudert. Geologen konnten anhand von Baumringmessungen und anderen Daten zeigen, dass die Durchschnittstemperaturen zwischen 1815 und 1818 um knapp ein Grad Celsius unter dem langjährigen Mittel lagen. Doch ähnliches geschah auch in jüngster Vergangenheit und kann immer wieder passieren. So wurden bei den Ausbrüchen des El Chichon in Mexiko 1982 und des Pinatubo 1991 Millionen Tonnen an Schwefeldioxid freigesetzt, die Globaltemperatur sank seinerzeit um 0,2-0,4°C. Trotz aller Gefahren gibt es zahlreiche Menschen, die sogar auf den Hängen aktiver Vulkane siedeln, denn Vulkangesteine bilden überaus fruchtbare Böden. Basalte und Laven sind hervorragend geeignet für den Strassen- und Hausbau. Gemahlene vulkanische Gesteine dienen im Pflanzenbau als Düngemittel – oder werden in der Physiotherapie für Fangopackungen verwendet. In Hohlräumen vulkanischer Gesteine bilden sich wertvolle Edel- und Schmucksteine (darunter Amethyste und Achate) oder wunderschöne Kristalle der verschiedensten Mineralarten, beispielsweise in der Eifel.


Ort: Museum Reich der Kristalle, Theresienstr.41, 80333 München. Geöffnet: Di-Sa 13-17, So+Feiertage 11-17 Uhr. Gruppenführungen nach Voranmeldung. Weitere Info: www.reich-der-kristalle.bayern

                                                

Vulkanausbruch am Ätna, Sizilien. Foto: Betty Scheu

 

 

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