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Nationalmuseum Paris: 
Ausstellung „Schätze der Erde“ wiedereröffnet (5/2015)

Das Pariser Muséum National d´Histoire Naturelle (MNHN) am Botanischen Garten mitten im Stadtzentrum hat, nach jahrelangem Umbau, seinen 250 m² großen Ausstellungssaal für Mineralien wiedereröffnet.
Die Ausstellung Trésors de la Terre befindet sich in einem renovierten Bereich der Galerie de Minéralogie et de Géologie und bietet eine Auswahl der bemerkenswertesten Stücke aus den berühmten mineralogischen Sammlungen des von König Louis XIII. im Jahr 1626 gegründeten Museums. Ausgestellt sind 600 Mineralien in einer außergewöhnlichen Vielfalt: Ästhetische Mineralien von allen fünf Kontinenten, seltene Meteoriten, geschliffene oder ungeschliffene Edelsteine, historische Schmuckstücke – und im Mittelpunkt zwanzig riesige Kristallgruppen und bis zu drei Tonnen schwere Einzelkristalle aus Brasilien, für die der „Jardin des Plantes“ seit Beginn der 1980er Jahre berühmt ist. Der Besucher erfährt hier auch Details über die Entstehung von Mineralien, die Vielfalt ihrer Farben und Formen, sowie Wissenswertes über erstaunliche Phänomene wie die Fluoreszenz.
Eines der bemerkenswertesten jüngeren Stücke ist der „Fluorite Laurent“ – eine doppelt handbreite Stufe aus Rauchquarz mit tiefroten Rosafluorit-Oktaedern bis 5 cm Größe. Der Pariser Hobbystrahler Christophe Peray barg das 5,1 kg schwere Prachtstück am 21. Juli 2006 an der Aiguille Verte im Mont-Blanc-Massiv. Seinen Namen trägt es nach Perays Sammlerkollegen, der im Jahr 2005 Opfer eines Bergunfalls wurde. Im Frühjahr 2010 wechselte die Kristallgruppe nach längeren Verhandlungen für 250.000 Euro (eine nach heutigen Maßstäben „bescheidene“ Summe!) an das MNHN Paris, obwohl bereits eine doppelt so hohe Offerte eines reichen libanesischen Geschäftsmannes für das mim-Museum in Beirut vorlag. Erworben wurde das Stück, das seitdem als „Nationales Kulturgut“ gilt, mit steuerbegünstigten Stiftungsgeldern der Fondation Total des gleichnamigen französischen Ölkonzerns, die das Naturhistorische Nationalmuseum schon seit Jahrzehnten unterstützt.

Stefan Weiß

Ort: MNHN Paris/Galerie de Minéralogie et de Géologie, 36 rue Geoffroy Saint-Hilaire, F-75005 Paris. Im Internet: www.mnhn.fr/ sowie www.galerie demineralogieetgeologie.fr/

               

Eine der berühmtesten Alpinstufen, 19 Millionen Jahre alt: Rauchquarz mit Rosafluorit-Oktaedern bis 5 cm, als 26 x 21 x 16 cm große Kristallgruppe. Aiguille Verte, Mont-Blanc-Massiv, Frankreich, Fund 2006. Sammlungen des MNHN Paris (No 210.1), Foto: Bernard Faye/MNHN

 

 

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