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Mineraliensammeln in Südtirol (04/2014)

 

Am Sonntag, den 27. April 2014  macht die 13. Südtiroler Mineralien-Info in St. Johann/Ahrntal den Auftakt zur diesjährigen Sammelsaison auf der Südseite der Alpen – auch wenn das Hochgebirge noch tief im Schnee steckt. Zum Mineraliensammeln in Südtirol erhält die LAPIS-Redaktion immer wieder Anfragen interessierter Leser – wer darf und wie geht´s? Grundsätzlich existiert zu diesem Thema eine inzwischen recht gut gepflegte Website – www.mineralien-suedtirol.it, auf die wir in LAPIS 4/2013 (S.6) bereits hingewiesen haben. Betreiber ist der Landesverband der Mineralien- und Fossiliensammlervereine Südtirols (LMF) unter Obmann Michael Eschgfäller (Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1, 39100 Bozen, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

Auf dieser Website findet man nicht nur ein Verzeichnis samt Kontaktdaten aller Südtiroler Sammlervereine, sondern im Fenster „Wer darf sammeln?“ auch eine klare Gebrauchsanweisung. Grundsätzlich sollte man seine Daten 1-2 Monate vor den Stichterminen Ende Mai bzw. Ende Dezember einem der Vereine übermitteln, um die Erlaubnis rechtzeitig zu erhalten – und unseres Wissens nach nehmen die Vereine auch „Ausländer“ (Deutsche, Österreicher, Schweizer!) gerne und problemlos auf. 

Hier noch einige wichtige Anmerkungen: Grundsätzlich gilt das einfache Auflesen einzelner frei aufliegender Mineralien und Fossilien“ nicht als Sammeln (Art. 25/1). Dann sollte man aber auch keinerlei Werkzeug mit sich führen, um Missverständnisse bei einer allfälligen Kontrolle zu vermeiden! 

Wer ganz regulär mit Handwerkzeug auf die Mineraliensuche gehen will (erlaubt sind Hämmer bis 5 kg, Meißel bis 40 cm Länge, Schaufel, Pickel etc.), muss mindestens 14 Jahre alt sein und benötigt eine persönliche Sammelermächtigung, die er jedes Jahr bei einem der Südtiroler Mineraliensammlervereine neu beantragen muss (die Ausgabe erfolgt jeweils Ende Dezember und Ende Mai, „Gästekarten“ werden nicht mehr ausgegeben).

Der hierzu nötige Antrag muss spätestens einen Monat vor dem jeweiligen Ausgabetermin beim jeweiligen Verein eingegangen sein (dieser leitet ihn an den Landesverband weiter). Der Antrag sollte enthalten: Einfaches Schreiben mit Angabe von Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Geburtsort und Wohnort, Ausweiskopie mit Angabe der Nummer und des Ausstellungsdatums. Nachdem der Mitgliedsbeitrag entrichtet wurde, hinterlegt der Verein beim Landesverband seine Mitgliederlisten, die Sammelermäch-tigung an die gemeldeten Mitglieder geht dann per Post heraus.

In folgenden Gebieten bestehen Sammelverbote: Gliedergang/Pfitsch, Tristenspitze und Schönberg in den Gemeinden Mühlwald und Ahrntal; außerdem das gesamte Gemeindegebiet von Prettau (südöstl. Ahrntal) und das Gemeindegebiet von Vintl. Das Fossiliensammeln ist in der gesamten Provinz Bozen untersagt!

Eventuelle Sondergenehmigungen für das Sammeln von Mineralien in den Naturparks bzw. das Sammeln von Fossilien im gesamten Landesgebiet werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke ausgegeben. Diesbezügliche Gesuche sind an den Landesverband der Mineralien- und Fossiliensammler-Vereine Südtirols zu richten, der diese dann an die Abteilung für Natur und Landschaft der Autonomen Provinz Bozen weiterleitet.

Stefan Weiß

 

Davon träumt jeder Südtirol-Sammler: Schöne Bergkristallgruppe aus dem Ahrntal, 15 cm hoch. Sammlungen des Mineralienmuseums Kirchler in St. Johann/Ahrntal, Foto: Erwin Burgsteiner

 

 

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