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Goldanreicherung - durch Erdbeben! (06/2013)

Das glauben jedenfalls Forscher der australischen Universitäten Brisbane und Canberra. Das weltweit meiste geförderte Gold stammt nämlich aus relativ schmalen Quarzadern und Quarzgängen, wobei es hier stark angereichert sein kann.
Quarz und Edelmetall lagerten sich dabei aus großen Volumina zirkulierender Wässer bevorzugt im Bereich von Erdbebenzonen ab, in tiefreichenden, seismisch aktiven Spaltensystemen.
Die australischen Wissenschaftler Dion K. Weatherley und Richard W. Henley haben nun durch Modellrechnungen erstmals nachgewiesen, dass Erdbeben einen extremen Druckabfall in den wassergefüllten Spalten verursachen, der die mineralisierten Lösungen schlagartig verdampfen lässt. Diese „Entspannungsverdampfung" führt zu einer schnellen Ausfällung von Silika-Gel als Quarz, zusammen mit dem dann mehr als tausendfach angereicherten Gold.
Solche Prozesse können sich vielfach wiederholen, bis bauwürdige Goldlagerstätten entstanden sind – je stärker und häufiger die Erdbeben, umso zahlreicher und großflächiger die Spalten, und umso höher der Goldgehalt! (Quelle: Weatherley, D.K. & Henley, R.W. (2013), Nature Geoscience 10.1038/ngeo1759)

Für Goldsucher und Sammler ist interessant, dass die mehrfache Öffnung und Füllung solcher Spalten nicht nur auffällige Quarzfiedern und Gesteinsbrekzien entstehen läßt, sondern dass das aus übersättigten Lösungen schnell abgeschiedene Gold durch bevorzugtes Kantenwachstum oft charakteristische „Skelettkristalle" und Bleche ausbildet. Der umgebende „Goldquarz" erscheint meist milchigweiß und fettglänzend, weil er zahllose Flüssigkeitseinschlüsse und Gasblasen enthält.

Stefan Weiß

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