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Freiberg/Sachsen: Krügerhaus feierlich eingeweiht (11/2012)

Nach vierjähriger Bau- und Einrichtungszeit wurde am 5. Oktober 2012 das Krügerhaus in Freiberg seiner Bestimmung als Heimstatt der „Mineralogischen Sammlung Deutschlands“ übergeben. Mit einem Kostenaufwand von 2,7 Millionen Euro hatte man zuvor das 500 Jahre alte ehemalige Amtshaus am Freiberger Schlossplatz saniert, die Innenarbeiten waren mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt.
Der größte Teil der ausgestellten Mineralstufen stammt aus der Pohl-Ströher-Stiftung. Auch die TU Bergakademie steuerte einen guten Teil aus ihren Sammlungen bei. Darüber hinaus stifteten 37 Personen und Unternehmen weitere Stücke und 70 Leihgeber stellten Spitzenstücke aus ihren Privatsammlungen zur Verfügung.
In dem gelungenen Festakt freute sich die Stifterin Erika Krüger, dass mit der Fertigstellung die Vision ihres verstorbenen Mannes Dr. Peter Krüger Wirklichkeit geworden ist. Und die Sammlung soll noch weiter ausgebaut werden. Weitere Stiftungen und Leihgaben sind daher hoch willkommen.
Prof. Dr. Georg Unland, Sächsischer Staatsminister der Finanzen, hob den großen Stellenwert hervor, den man dem Ausbau der Hochschulen in Sachsen gibt und bedankte sich bei Frau Krüger und der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung für die Bereitstellung erheblicher finanzieller Mittel. Das Krügerhaus ergänzt nun mit seiner Deutschlandsammlung, die er als „Terra Germaniae“ bezeichnete, in idealer Weise die internationale Ausstellung Terra Mineralia gleich nebenan im Schloss Freudenstein, die seit 2008 fast eine halbe Million Besucher angezogen hat. Er wünschte sich, daß die Sammlung als Nationalsammlung zum „Mineralogischen Gedächtnis Deutschlands“ wird und die Sammlung die Menschen verzaubern möge.
Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm verlieh Frau Krüger die Ehrenmedaille der Stadt Freiberg. Danach wurde symbolisch der Schlüssel des Krügerhauses übergeben. In seinem Festvortrag stellte Dr. Uwe Richter die 500-jährige Geschichte des Amtshauses und den Umbau zum heutigen Krügerhaus vor. Der Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Gerhard Heide rückte die Fragen „Warum sammeln wir? und „Warum und wie stellen wir aus?“ in den Fokus und brachte es auf den Punkt: „Wer nicht sammelt, der zerstreut!“ Seine Anerkennung galt auch den vielen Hobby-Mineraliensammlern, die als „Bürgerwissenschaftler“ mit ihrem oft sehr großen Fach- und Detailwissen die Forschung unterstützen. Die Geowissenschaftlichen Sammlungen würden eine unersetzliche Datenbank für zukünftige Forschungen bilden. Kustos Andreas Massanek und seinem Team galt der Dank für die kunstvolle Gestaltung der Ausstellung.
Zu den Klängen des gemeinsam gesungenen Steigerlieds zogen dann die etwa 350 Ehrengäste aus der Alten Mensa durch das Zentrum Freiberges bis zum Krügerhaus.
Das Erdgeschoss beherbergt die sächsischen Mineralien, darunter eine große Zahl prächtiger Silberstufen; die beiden oberen Etagen repräsentieren alle mineralreichen Regionen Deutschlands in eigenen Räumen oder Vitrinen. Die große Zahl wirklich atemberaubender Stufen begeisterte. Freiberg hat damit eine weitere phantastische Sammlung hinzubekommen – und ist nicht nur deshalb immer eine Reise wert!
Stefan Meier

terra mineralia
Schloss Freudenstein & Krügerhaus in Freiberg/Sachsen, geöffnet Mo-Fr 9-17, Sa+So 9-18 Uhr (Schließtage 26. Nov. und 24.+31. Dez.). Weitere Info im Internet: www.terra-mineralia.de (Deutsche Minerale im Krügerhaus)

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