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2012 – Sonderschau zum „Jahr der Feste“ in Freiberg/Sachsen (05/2012)

quarz sideritNeben dem traditionell Ende Juni stattfindenden „Bergstadtfest“ begeht Freiberg in diesem Jahr Anfang September mit seinen Gästen auch den „Tag der Sachsen“. Das wichtigste Jubiläum erstreckt sich aber über das gesamte Jahr. Es ist der 850. Geburtstag der Bergstadt Freiberg.
Die Geowissenschaftlichen Sammlungen reihen sich in die Schar der Gratulanten ein, unter anderem mit einer neuen Sonderausstellung im Werner-Bau (Institut für Mineralogie, Brennhausgasse 14). Sie steht unter der Überschrift „Kostbarkeiten aus dem Freiberger Bergbau“ und widmet sich vorwiegend den Mineralien und Bodenschätzen der Region Freiberg, welche  letztendlich auch zur Stadtgründung führten.
In den acht Pultvitrinen des Sammlungsfoyers sind typische und seltene Gangstücke sowie mineralogische Besonderheiten der Freiberger Gänge zu sehen – insgesamt 150 Ausstellungsstücke aus der berühmten „Freiberger Reviersammlung“. Darunter sind – neben vielen mineralogisch interessanten Belegen – auch auserlesene Schaustufen von Silber, Silbererzen, allen wichtigen Erzmineralien und natürlich den Gangarten, Quarz, Calcit, Fluorit und Baryt.
Die Kollektion wurde um 1820 von Bergmeister Carl Friedrich Scheuchler beim Bergamt Freiberg „zum fortgehenden und leicht zugänglichen Revierstudium des Bergmeisters und der übrigen Bergamtsmitglieder, zur zukünftigen Belehrung der Grubenvorsteher und zur geschichtlichen Aufbewahrung vorzüglicher oder doch interessanter Anbrüche“ angelegt und durch die Freiberger Bergmeister von Weissenbach und Fischer wesentlich erweitert. Beachtliche Neuzugänge aus dem Nachlass des Oberberghauptmanns von Herder – kostbare Silbererzstufen aus dem Churprinz Friedrich August Erbstolln – werteten die Sammlung 1842 stark auf. Im Jahr 1868 ging die Reviersammlung in das Eigentum des sächsischen Staates über und gelangte etappenweise an die Bergakademie Freiberg, wo man sie bis 1968 kontinuierlich durch Neuzugänge ergänzte.
Die Freiberger Reviersammlung zählt noch heute zu den wichtigsten und wertvollsten historischen Beständen der TU Bergakademie Freiberg. Wegen der  exakten Fundpunkt- und Probenbeschreibung der Stufen besitzt sie neben dem Schauwert auch einen enorm hohen wissenschaftlichen Wert.
Die Exponate lassen die Herzen von Mineraliensammlern und bergbauhistorisch Interessierten gleichermaßen höher schlagen. Überzeugen Sie sich selbst davon! Wir laden Sie herzlich ein, die Geowissenschaftlichen Sammlungen zu besuchen (geöffnet Mo-Do, 9-12 / 13-16 Uhr, an Feier-tagen geschlossen)
Karin Rank, Andreas Massanek

Oben: Klassisches Freiberger Kabinettstück: Milchquarz-Kristalle, umgeben von gelblichem Dolomit, auf schwarzem Sphalerit und Gangmatrix. 19 x 17 cm große Stufe aus der Grube „Gesegnete Bergmannshoffnung“ bei Obergruna, Revier Freiberg/Sachsen.
Foto: H. Meyer, Lollar

 

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