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Mineralien-INFO & Kristalltage Bramberg 2012 (05/2012)

eisenroseNach dem klirrend kalten Februar markierte die Mineralien-INFO in Bramberg einmal mehr den Beginn des „mineralogischen Frühlings“ in den Alpen. Scheinbar verlor nicht nur ich zusehens die Freude an der ausgesprochen langen Skisaison und so fanden 2012 mehr Besucher denn je den Weg zu dieser Traditionsveranstaltung im Oberpinzgau. Erfreulich ist dabei auch, dass immer mehr Einheimische, die nicht selber Mineralien sammeln,  das Angebot nutzen und für die Mineralien Interesse zeigen. Wie üblich konnte man sich Freitag und Samstag auf ein erstklassiges Rahmenprogramm freuen. Dabei führten uns die Vorträge von der brüchigen Eiskögele-Nordwand (Fundort des außergewöhnlichen Bergkristallkreuzes der Gebrüder Hofer) bis hin zu den weit entfernten Edelsteinpegmatiten in Pakistan und Afghanistan (Andreas Weerth). Am Sonntag folgte die Präsentation der Neufunde aus dem Jahr 2011. Durch die sich im letzten Jahr stark zurückziehenden Gletscher und einen ausgesprochen schönen Herbst mangelte es keineswegs an bemerkenswerten Stufen. Der auf den ersten Blick spektakulärste Fund war ein gut 350 kg schwerer Bergkristall, den Bertl Scharfetter am Rand des Krimmler Kees barg. Trotz seiner enormen Größe ist der Kristall dabei vollkommen intakt und weist nur wenige Beschädigungen auf! Der Fund wird ab diesem Sommer im Heimatmuseum Bramberg zu sehen sein. Herbert Grabmeyer und H.P. Daum gelang es, in der Rauris eine meterlange Kluft mit bis zu 40 cm großen und qualitativ sehr schönen Bergkristall-Gruppen zu öffnen. Auf den Kristallen sind immer wieder schneeweiße Adulare (1 cm) aufgewachsen, auch kleine Monazite und Rutilbüschel gehören zur Paragenese. Ein wirklich großartiger Fund gelang auch dem jungen Steinsucher Paul Grösbacher. In seinem Hausgebiet, dem Kötschachtal (Gasteiner Tal), bearbeitete er von 2009 bis 2011 eine schließlich 6 m tiefe Kluft, die sehr große und schöne Adular-Gruppen zusammen mit bis zu 30 cm langen, unbeschädigten Skelettquarzen lieferte. Dazu zeigte der Finder einen chloritisierten stabförmigen Phenakit-Kristall mit 4,5 cm Länge, aus einem älteren Fund im Kötschachtal. Neben weiteren bemerkenswerten Sammlervitrinen zog vor allem der tiefblaue Aquamarin von Kurt Windberger die Blicke der Besucher auf sich. Mit 6,5 cm ist er der größte bisher im Oberpinzgau (Untersulzbachtal) gefundene Aquamarin (→LAPIS 2/2012).
In den Vitrinen mit historischen Mineralstufen fielen der beeindruckende Bergkristallfund von Josef Proneber, 1979 in der Grieswies, und einige ausgewählte Amethyst-Zepter und Eisenrosen aus der Sammlung Walter Ungerank auf. Auch die Familie Watzl stellte einige „Schmankerl“ aus den Hohen Tauern aus – wobei ein brillianter, 12,8 cm hoher Rutilquarz aus der Rauris besonders begeisterte. Der Kristall ist das schönste Stück aus einem Fund, der rund 15 Jahre zurückliegt.
Insgesamt war Bramberg wieder eine rundum gelungene Veranstalltung und man darf jetzt schon gespannt sein, welche Schätze die „Stoasucher“ 2012 in ihren Rucksäcken ins Tal bringen werden. Auf jeden Fall kann man ihnen nur viel Glück und eine stets gesunde Rückkehr wünschen!

 

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