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Silber – auch Sie stehen drauf ...

Nun ja, ganz so wild ist es ja doch nicht, werden Sie sagen – auch wenn ein glänzendes Lockensilber vielleicht ganz attraktiv ist und mancher Silberschmuck wirklich hübsch aussieht.

Dennoch: Viele Menschen tragen Socken. Und hassen Fußgeruch. Oder arbeiten in Büros mit energiegünstig verspiegelten Glasscheiben. Und manche Puristen fotografieren immer noch analog, mit echten Filmen. Nun ahnen Sie es: Silber ist überall! In jedem Plasmabildschirm, Computer oder Handy steckt es, oft nur grammweise – doch in millionenfacher Auflage. Seine antiseptische Wirkung entfaltet es in Salben, Pflastern oder bei der Wasseraufbereitung (Entkeimung) – und seit kurzem, als Nanopartikel feinstverteilt, eben auch in Kleidungsstücken und Socken.

Silber ist unersetzlich: Es besitzt unter allen Metallen die höchste Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität, und das höchste Reflexionsvermögen für Licht. So konsumiert die Industrie aus der weltweiten Silberproduktion – jährlich rund 20.000 Tonnen – knapp 55% zur Produktion zahlloser elektronischer Bauteile, Batterien, Industriekatalysatoren, Solarpanels und Spiegelgläser, oder den allgegenwärtigen Mini-Funkchips in Kaufhäusern und Supermärkten. Noch immer wandert 12-13% des Silbers in Filmrollen und Röntgenfilme, wird hier allerdings großenteils wiedergewonnen. Das restliche Drittel verwandelt sich in Schmuck, Bestecke, Münzen und Barren.

 

Vermißt: 8400 Tonnen Silber

Doch das edle Metall ist nicht unbegrenzt verfügbar: Während nach Schätzungen des renommierten Silver Institute und der Schweizer Zeitschrift Finanz und Wirtschaft noch rund 95% der in den letzten 5.000 Jahren weltweit geförderten Goldmenge (ca. 160.000 Tonnen) existieren, wurden über 70% der jemals geförderten Silbermenge (ca. 1,3 Mio. Tonnen) verbraucht – allein seit dem Jahr 1950 enorme 600.000 Tonnen!

Schlimmer noch: Bereits seit 17 Jahren konsumiert die Menschheit viel mehr Silber als sie gewinnt. Rund ein Fünftel davon verschwindet einfach – es oxidiert, wird weggespült oder im Müll „entsorgt“. So hat das jährliche Silber-Defizit mittlerweile

8.400 Tonnen erreicht. Es wird zu 80% durch Wiederaufbereitung (Recycling) und Silbervorräte gedeckt. Doch selbst die enormen chinesischen Silberreserven scheinen nun nahezu erschöpft – und der globale Silberkonsum soll bis zum Jahr 2015 sogar noch steigen, um 30-40%. Daher prophezeien renommierte Metallhändler und Börsenprofis dem Silber(preis) eine „große Zukunft“.

Wie auch immer: Ein steigender Silberpreis wird die Abbautätigkeit in den großen Silberrevieren der Welt weiter forcieren – nicht nur in Mexiko und Peru, sondern auch im marokkanischen Revier Imiter, dem diese LAPIS-Ausgabe gewidmet ist.

 

Drahtsilber aus Imiter – tonnenweise!

Einen ersten Vorgeschmack auf neue Silberschätze gibt es bereits: Im September 2009 traf die Betreiberfirma, vermutlich im Bergbau Imiter II, im Bereich einer Dolomitpartie auf eine enorme Anreicherung von „Fadensilber“, als 3-4 cm lange, oft dunkel angelaufene Drähte – mit einem geschätzten Gesamtgewicht von einer Tonne!

Mitte November 2009 konnte Autor Georges Favreau und sein Kollege Robert Pecorini bei einem Besuch im Bergwerk Imiter-Süd erstmals Drahtsilber fotografieren, das aus dem anstehenden Dolomit der Stollenwand ragte – zwar „nur“ zwei Zentimeter groß, dafür aber hochglänzend.

Mit dem neuen Drahtsilber-Rekordfund vom September dürfte sich auch die Diskussion um „gezüchtete Silberlocken aus Imiter“ etwas beruhigen – denn lohnt sich das Züchten von Silberlocken überhaupt, wenn die Natur solches Material zentnerweise bereithält?

 

Die Münchner Mineralientage

… wurden in diesem Jahr mit noch größerer Spannung als sonst erwartet. Es war nicht nur für den Veranstalter ein Sprung ins kalte Wasser. Auch die Aussteller, die meist einen neuen Standplatz hatten, waren äußerst gespannt auf den Verlauf der diesjährigen Veranstaltung – zumal der Einfluß der Wirtschaftskrise nicht kalkulierbar war. Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht ab Seite 44!

Ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen

 

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