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Editorial 9/2009

Eine schöne und intensiv rote Rubinkette für nur 50 Euro – sensationell!

Ja, so etwas gibt es – kürzlich erworben auf einer großen Mineralienbörse. Die Freude des neuen Besitzers war riesengroß. Er konnte sich nicht zurückhalten und zeigte sie jedem. Bis er an einen geriet, der seine Zweifel an einer derart schönen Kette zu diesem Preis hatte. Und so landete sie schließlich bei mir zur Untersuchung.

Alkohol tut’s auch!

Das erste, was man in so einem Fall macht: Man wickelt die Kette in ein mit Spiritus (zur Not auch mit Kölnisch Wasser oder Aceton) getränktes Küchenkrepp und lässt das Lösungsmittel einige Minuten einwirken. Im einfachsten Fall bekommt man dann ein Farbmuster, wie auf dem Originalbild oben dargestellt. Der einfachste Fall deswegen, weil es auch Färbemöglichkeiten gibt, die selbst mit Aceton nicht nachweisbar sind. So beispielsweise beim sogenannten „Deutschen Lapis“, über den in diesem Heft berichtet wird. In solchen Fällen wird die Sache natürlich schwieriger.

Ich war eigentlich der Meinung, dass derart plump gefärbte Ketten und „Schmucksteine“, wie sie mir häufig in den 1970er und 1980er Jahren zur Untersuchung vorgelegt wurden, heute kaum mehr im Handel sind – denn man war ja schon mal weiter, siehe den „Nunkircher Lapis“!

Möglichkeiten zur Färbung und vor allem Farbintensivierung gibt es natürlich viele – und selbstverständlich muß man sich nicht nur vor manchen roten Steinen in Acht nehmen. Aber meist werden inzwischen Methoden angewendet, die nicht so einfach nachzuweisen sind.

Die LAPIS-Fälschungssammlung wächst ständig …

Also – wenn Zweifel bestehen, scheuen Sie sich nicht, Ihre Erwerbung einem Fachmann zur Begutachtung vorzulegen. Auf Börsen, die vom DMF – dem Verband der deutschen Mineralien- und Fossilienhändler e.V. – empfohlen sind, gibt es fast immer Bestimmungsstände, die noch dazu kostenfrei nutzbar sind. Denn nur, wenn Sie den Betrug sofort bemerken, können Sie Ihr Geld meist problemlos zurückholen. Bedenken Sie, dass es zwar im Aufgabenbereich des Veranstalters liegt, Qualitätskontrollen der angebotenen Waren vorzunehmen, da es in der Regel in ihren Ausstellungsbedingungen steht, dass solche Waren nicht angeboten werden dürfen, aber in der Praxis ist dies natürlich undurchführbar. Deshalb melden Sie eventuelle Probleme beim DMF-Stand, am LAPIS-Stand oder direkt beim Veranstalter.

Wirklich echt – auch wenn die Farben unglaublich sind – sind die Steine, die in der Eifel auf manchem Acker „einfach so“ aufgelesen werden können: Heinrich Locker berichtet in diesem Heft über vulkanische Gläser und ihre Fund-stellen.

 

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Besuchen Sie Lapis auf folgenden Börsen:

 

27. - 29. Oktober    München

17. - 19. November    Stuttgart

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