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Editorial 02/2016

 

Liebe Lapis-Leser!

Wenn Sie Seite 13 dieses Heftes aufschlagen, sehen Sie „Calcit auf Seil“ – als Sammlerstück! So etwas steht in der guten Tradition der „Kuriositätenkabinette“ des 17. und 18. Jahrhunderts. Womit wir wieder einmal beim Thema „Sammeln“ wären.

Sammler mit Prinzipien

Seit September 2014 hat LAPIS drei ganz unterschiedliche Mineraliensammler portraitiert – vom Calcitaffinen Amerikaner Terry Huizing über den Bayern Karlheinz Gerl mit seinen Klassikern (11/2014), bis zum Fluoritspezialisten Robert Brandstetter aus Österreich (9/2015). Unser aktuelles Portrait ist dem belgischen Sammler Mario Pauwels gewidmet. Ein Mensch und – dies ist hier zu betonen – Normalverdiener mit klaren Prinzipien, der besonderen Wert auf die Formen und die optische Wirkung von Mineralien legt. Konsequenterweise präsentiert er sie in einem – aus seiner Sicht – „optimalen“ Umfeld, überaus streng selektiert, in bester Ausleuchtung und mit reichlich Platz. Diesen „puristischen“ Ansatz wollen und können viele Sammler sicher so nicht teilen. Denn nur wenige haben den Platz oder den Willen, einen solchen Aufwand zu betreiben. Der noch dazu sammlerische Selbstbeschränkung auferlegt! Denn beim Sammeln kann man nicht immer nur zusammentragen, horten (ich weiß, wovon ich spreche). Gerade die „Selbstsammler“ tun das gerne, oft jahrzehntelang, Eigenfunde stapeln sich in Dutzenden Gemüsekisten in dunklen Kellerräumen oder auf Speichern. Im besseren Fall führt das „Lebenswerk“ ein Nischendasein in angestaubten Glasvitrinen auf Fluren oder in engen Hobbyräumen, häufig nur unwillig geduldet von anderen Familienmitgliedern.

Aus der Kiste in die Vitrine – ein „steiniger“ Weg!

Doch zwischen der einfachen „Kistensammlung“ und der perfekt präsentierten „Edelsammlung“ liegt ein ganzer Kosmos an Möglichkeiten. Der Weg zu einer halbwegs eleganten, schönen und geschmackvollen Präsentation führt allerdings über einige Hürden, er ist im Wortsinne „steinig“. Eine Sammlung sollte reifen, sich entwickeln – und mit ihr der Sammler! Ich merke das an mir selbst – meine mehrteilige „Schubladensammlung“ umfaßt recht unterschiedliche Bereiche. Darunter sind „Alpin & Alpinotyp“ oder „Phosphate“, aber auch Regionalthemen wie Cornwall und Sachsen, oder Lagerstättenreviere wie Ojuela/Mexiko und Bou Azzer/Marokko. Die Auswahl und Selektion innerhalb solcher „Lieblingsbereiche“ fällt manchmal schwer, ist aber enorm wichtig. Denn die „Herzstücke“ einer Sammlung wirken nur, wenn sie nicht in einer Flut anderen Materials untergehen! Da heißt es aussortieren, formatisieren oder präparieren – und die Stücke gut aufzustellen, damit sie nicht wie tote Hunde daliegen ... Und eigentlich sollte man sich endlich einmal eine „gescheite“, ordentlich ausgeleuchtete Vitrine besorgen, in der die Lieblingsstücke voll zur Geltung kommen. Aber das Teil ja nicht vollstopfen mit Kristallen und Stufen! Hmm ... dann bräuchte ich bald noch eine zweite Vitrine ...

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Sammlerjahr, mit Augenmaß und viel Freude!
Ihr Stefan Weiß

„Epidot im Winterpelz“ – eine 9,8 cm breite Alpinstufe mit Epidot auf Byssolith von der Knappenwand, Untersulzbachtal, Österreich. Sammlung Mario Pauwels, Foto: Joaquim Callén

 

 

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