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Editorial 12/2015

 

Liebe Lapis-Leser!

Was sind POR-Mineralien? Diese Frage wurde während der Münchner Mineralientage mehrfach gestellt. Man sucht diesen Begriff vergeblich in allen Verzeichnissen. Denn es heißt eigentlich nur „Preis auf Anfrage“ (price on request). Warum diese Scheu bei Mineralien, die sich mindestens im fünfstelligen Bereich bewegen? Sind diese wirklich von der generellen Preisauszeichnungspflicht ausgenommen? Warum in Englisch? Fragen Sie doch den Aussteller – trauen Sie sich ruhig! – wenn Sie das nächste Mal damit konfrontiert werden, was der Grund dafür ist. Gibt es überhaupt einen vernünftigen Grund, ganz besondere Mineralien, die naturgemäß einen höheren Wert haben und die man auch verkaufen möchte, nicht auszuzeichnen? Wenn die Preisentwicklung so weiter geht, werden wir in Zukunft jedenfalls immer mehr Mineralien ohne Preisauszeichnung haben.

Kulturgutschutz extrem?

Kaum etwas bewegte die Gemüter in der Szene mehr als die kurz vor dem Abschluß stehende Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes. Bedeutet es doch in der jetzt geplanten Form einen gravierenden Eingriff in die persönliche Freiheit jedes Einzelnen. Daher der dringende Appell: Informieren Sie sich und unterzeichnen Sie die Petition im Internet unter www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-des-privaten-sammelns

Schwerspat als Gefahrstoff !
Über das „Inverkehrbringen von Mineralien“ ...

Dieser sperrige Begriff will sagen, dass nicht nur der Verkauf, sondern auch der Tausch oder die Schenkung – also jegliche Art der Weitergabe – dem Gefahrstoffrecht unterliegen. Immer häufiger besuchen Kontrollbeamte Mineralienbörsen und ermahnen die Aussteller, giftige Mineralien künftig zu kennzeichnen. Dabei ergaben sich auf der Börse in München groteske Situationen. Der Händler, der Galenit anbot, wurde verwarnt. Ein anderer, der das gleiche Mineral unter dem Namen Bleiglanz anbot, dagegen nicht.
Die Hilflosigkeit und mangelnde Sachkenntnis zeigt sich aber noch deutlicher in folgender Begebenheit: Einem Händler wurde erklärt, dass seine ausgestellten Barytstufen künftig als „besonders giftig“ zu kennzeichnen sind. Das ist natürlich völlig unsinnig, weil Baryt (chemisch: Bariumsulfat, BaSO4) extrem schwer löslich ist und dem menschlichen Körper weder als Staub noch bei anderer Inkorporation in irgendeiner Weise schädlich sein kann.
Täglich wird Bariumsulfat unzählige Male bei Röntgenuntersuchungen als Kontrastmittel in erheblichen Mengen verabreicht. Viele Tausend Tonnen werden jeden Tag in Form von Papier, dem Bariumsulfat als Füllmittel beigemischt ist, bisher unbeanstandet in Verkehr gebracht. Es ist absolut unverantwortlich und nicht tolerierbar, dass so schlecht ausgebildete Kontrollbeamte eine wichtige Behörde in der Öffentlichkeit vertreten dürfen. Wer kontrolliert hier die Kontrolleure?

Münchner Mineralientage und „unmögliche“ Zwillinge

In diesem Heft finden Sie einen Artikel über Zwillinge, die es eigentlich nicht geben sollte sowie einen ausführlichen Bericht über die Münchner Mineralientage und was sie uns geboten haben.

Geruhsame Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr wünscht Ihnen
Christian Weise

„Unmöglicher“ Kontaktzwilling aus Mogok in Burma: Edler Spinell als Vierlingskristall, 12 x 9 mm groß. Sammlung Mirjan Zorz, Foto: Igor Dolinar

 

 

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