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Editorial 11/2015

 

Liebe Lapis-Leser!

Eigentlich sollte nur eine Richtlinie der Europäischen Union umgesetzt werden. Und im Prinzip war bei uns „bisher ja schon alles geregelt“, wie einige Verantwortliche gern beschwichtigend betonen. So formulierte man einen neuen Entwurf zum Schutz deutschen Kulturguts — doch dieser Schuß ging nach hinten los:
Seit Juli 2015 beginnen sich Museen zu leeren, Privatsammler holen ihre Leihgaben wieder ab, Spezialtransporte ins Ausland sind bis Ende des Jahres ausgebucht und die Schweizer Zoll-Lager füllen sich unglaublich schnell – so die Situation in der Kunstszene.
War es wirklich das, was Professorin Monika Grütters, deutsche Staatsministerin für Kultur, mit ihrer etwas sperrigen Neufassung des „Kulturgutschutzgesetzes“ bezwecken wollte? Und geht das jetzt mit berühmten Mineraliensammlungen und diesbezüglichen Leihgaben weiter?

Naturgut wird Kulturgut: Sammeln wie in der DDR?

„Davon bin ich nicht betroffen, ich besitze weder wertvolle Gemälde noch hab´ ich in meiner Mineraliensammlung irgendwelche Superstücke stehen“ – so werden jetzt viele Leser denken. Aber Vorsicht! Die deutsche Politik arbeitet gründlich ...
Und sie schert alles über einen Leisten – egal ob Mineralien, Münzen, Fossilien, Oldtimer oder Rembrandts. Objekte der Natur werden wie Kunstschätze behandelt und alles wird zum Kulturgut. Apropos „Schätze“: Ab einem bestimmten Wert – bei Münzen sind es nur 100 Euro, bei Mineralien oder Fossilien sind 2.500 Euro im Gespräch – sollen in Zukunft Herkunftsnachweise verlangt werden. Ansonsten droht Beschlagnahme, frei nach der Methode Gurlitt ...
Durch solch unrealistisch niedrige Wertgrenzen und die geplante Rückwirkung des Gesetzes (siehe unsere „Aktuell“-Meldung auf der gegenüberliegenden Seite) werden Sammler und Händler allzu schnell in eine kriminelle Ecke gedrängt.

Die LAPIS-Redaktion wird Sie jedenfalls über den Fortgang des bundesdeutschen „Kulturschutzes“ auf dem Laufenden halten. Eines aber können wir allen Sammlern empfehlen: Unterzeichnen Sie baldmöglichst die Internet-Petition der Initiative „Für den Erhalt des privaten Sammelns“, über die wir in der nebenstehenden Aktuell-Meldung berichten. Den Link dazu finden Sie auch auf unserer Website.

Ähnlich irreführend

... wie bestimmte Gesetzentwürfe ist die Farbe mancher Mineralien. Sie muss nicht die sein, die man sieht.
Oft ist sie einfach nur schwarz (ich ziehe jetzt keinen Vergleich zur Politik!). Doch es gibt einige wichtige Kriterien zur Bestimmung solch „undurchsichtiger“ Mineralien – mehr dazu in einer weiteren Folge der „Tips & Tricks für Sammler“ in dieser Ausgabe.

Mineral Reich Eifel

Davor beschreiben Günter Hohn und Karl Leu eine neue Fundstelle in der Eifel, die soeben beginnt, interessante Mineralien aus Basaltklüften zu liefern. So „brandneu“ ist diese Fundstelle, dass sie selbst das aktuellste Eifelbuch noch nicht berücksichtigen konnte.

Soeben erschien das neue Werk von Bernd Engelhaupt und LAPIS-Autor Willi Schüller: 340 Seiten mit über 1.300 Farbbildern, hunderte Mineralbeschreibungen von 20 Fundstellen, ein edles Schmuckkabinett und Tourenvorschläge für die ganze Familie – blättern Sie doch einfach mal rein!

Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht
Stefan Weiß

Das neue Werk von Bernd Engelhaupt und LAPIS-Autor Willi Schüller: Mineral Reich Eifel

 

 

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