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Editorial 02/2015

 

Liebe Lapis-Leser!

Am 18. Januar wurde Dr. Werner Lieber 90 Jahre alt. Dem Jubilar, der die Mineralienszene wie kein anderer ganz außerordentlich geprägt hat, merkt man sein Alter wirklich nicht an. Humorvoll und schlagfertig gestaltete er an seinem Geburtstag einen Lichtbildervortrag über seine Fernreisen in den vergangenen 50 Jahren, die ihn und seine Frau meist in mineralogisch interessante Regionen führten. 
Seinem Naturell entsprechend bereitete er diese Reisen von zu Hause aus akribisch vor, so dass er dann an seinem Ziel auch wirklich die Gruben oder Fundstellen besichtigen oder wichtige Wissenschaftler, Kuratoren und Sammler treffen konnte.
Diese Reisen bildeten die Grundlage für mehr als 50 spannende und sehr anschauliche Lapis-Artikel. In den allermeisten Fällen handelte es sich um Erstpublikationen über diese Gebiete in deutscher Sprache. Den meisten unserer Leser sind seine Artikel sicher noch gut in Erinnerung.
Dr. Lieber verfasste insgesamt zehn mineralogische Fachbücher. Eins davon – sein allererstes – erreichte insgesamt 30.000 Exemplare in sieben Auflagen: „Der Mineraliensammler“ fehlte damit praktisch in keiner Sammlerbibliothek. 
Auch für unseren Verlag und vor allem für die Zeitschrift Lapis wirkte er als überaus engagierter Autor, Berater und Diskussionspartner. 
1956 gründete er die erste Bezirksgruppe der VFMG, der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geo-logie. Dieser Verein erreichte unter seiner Führung Mitte der Siebziger Jahre über 7.000 Mitglieder. Die Idee des Mineraliensammelns wurde vor Ort in den Bezirksgruppen sowie mit der Vereinszeitschrift Der Aufschluss verbreitet und Vielen näher gebracht. Diese Zeitschrift gestaltete er lange Zeit ganz allein – und das alles neben seinem anspruchsvollen Hauptberuf. 
Ohne zu übertreiben, kann man Dr. Lieber als den Pionier der Mineralienfotografie bezeichnen. Er benötigte diese Kenntnisse und Fertigkeiten für seine zahlreichen Vorträge, aber auch für seine Publikationen war die Mineralienfotografie unerlässlich. 
Seine hervorragende Mineraliensammlung, etwa 1600 Stufen, welche vorwiegend von ihm nach ästhetischen Gesichtspunkten zusammengetragen wurde, stiftete er seiner Alma Mater, der Universität Karlsruhe. Hier hatte er studiert und am Institut für Anorganische Chemie zum Dr.rer.nat. promoviert. Sein Beruf als Chemiker führte ihn in die Forschungsabteilung der Firma HeidelbergerZementAG, die er über viele Jahre leitete.

Das Hobby Mineraliensammeln hat Herrn Dr. Werner Lieber sehr viel zu verdanken. Lapis wünscht dem rüstigen Jubilar noch viele Jahre, in denen er zu Recht stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken kann.

Christian Weise

Beste Stimmung: Mehr als 30 Gratulanten kamen zum Geburtstagsempfang, den das Ehepaar Lieber ausgerichtet hatte, darunter auch Messe-Altmeister Hannes Keilmann und Verleger Christian Weise.

      Beste Stimmung: Mehr als 30 Gratulanten kamen zum Geburtstagsempfang, den das Ehepaar Lieber ausgerichtet hatte, darunter auch Messe-Altmeister Hannes Keilmann und Verleger Christian Weise. 

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