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Editorial 06/2014

Liebe Lapis-Leser!

Mitten in Deutschland: Eine zimmergroße Kristalldruse 

Das waren noch Zeiten, damals, im Jahr 1867: Auf der 3. Tiefbausohle der Bleierzgrube „Friedrichssegen“ stießen die Bergleute auf eine enorme Druse mit frei kristallisiertem Pyromorphit, 10 Meter lang und mit einem Volumen von annähernd 200 Kubikmetern! Zentnerschwere Stufen mit Tausenden Kristallen kamen ans Tageslicht, Generationen von Mineralienhändlern – allen voran das seit 1850 in Bonn ansässige „Mineralien-Kontor“ von August Krantz – versandten das Material in alle Welt. Heutzutage kann man die legendäre Pracht nur noch ahnen, denn perfekte Stufen aus dem Bad Emser Revier, wie das auf dem aktuellen Lapis-Titel abgebildete Stück, sind richtig selten geworden.

Mineraliensammler lieben solche „Bleiapatite“, die auch tatsächlich zur Apatitgruppe gehören. Das gilt genauso für den kristallchemisch verwandten Mimetesit und für den Vanadinit, optisch ebenso attraktiv und chemisch untereinander mischbar. Dies führt zu einer unglaublichen Vielfalt an Farben und Formen – man denke nur an die prächtigen Pyromorphite von Bunker Hill/Idaho, die giftgrünen „Pyros“ aus Mechernich in der Eifel, oder an die orangefarbenen Kampylit-Kugeln von Caldbeck Fells/Cumberland! Eigentlich das ideale Thema für ein extraLapis – doch wer käme als kompetenter Hauptautor in Frage?
Perfekt wäre natürlich eine Kombination aus Fachmineraloge und Sammler. Solche Meister ihrer Kunst machten beispielsweise die Bergakademie Freiberg im 17. und 18. Jahrhundert berühmt – aber so jemanden findet man heute nur noch äußerst selten. 

Doch wir hatten Glück! 

Gregor Markl, einst jüngster Mineralogieprofessor Deutschlands, begeistert sich seit seiner Kindheit für Mineralien. Seinen ersten Lapis-Artikel – über einen Corkit-Eigenfund von Rheinbreitbach – schrieb er mit 17 Jahren, in der Dezemberausgabe 1987. Inzwischen hat er nicht nur die beste Schwarzwald-Sammlung aufgebaut, mit Tausenden von Stufen, sondern er entwickelte auch ein besonderes Faible für die Bleimineralien der Reihe Pyromorphit–Mimetesit. Womit sich ein Kreis geschlossen hat.

Das Ergebnis werden interessierte Leser und Abonnenten im Juli druckfrisch auf ihrem Tisch liegen haben: Ein ganz besonderes extraLapis zum Thema „Pyromorphit, Mimetesit und Vanadinit“, das seinem Namen alle Ehre macht – überaus reich bebildert und mit 20 „extra“-Seiten! 
Die faszinierenden Bleimineralien dieser Reihe sind weltweit verbreitet, was sicher jeder Sammler bestätigen kann. 
Eine Facette dieser Vielfalt findet sich auch in der aktuellen Lapis-Ausgabe wieder, deren Hauptthema die ehemaligen Goldbergbaue von Rodalquilar in Andalusien sind. Sie galten zu Beginn der 1960er Jahre als größter Goldproduzent Europas. Gut 40 der 70 dort vorkommenden Mineralarten, von denen sich viele immer noch finden lassen, haben wir in brillanten Fotos abgebildet. Und dass die Iberische Halbinsel nach wie vor eine Urlaubs- und Sammelreise wert ist, zeigt auch unser Artikel über die „verrückten“ Zepterquarze aus Portugal. 

Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen

Stefan Weiß

Unglaublich vielfarbig und über-raschend formenreich: Eine kleine Auswahl der Pyromorphite und Mimetesite aus der Sammlung Markl (dazu rechts ein prächtiger blauer Plumbogummit). Foto: Tobias Weise

 

 

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