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Editorial 04/2014

Liebe Lapis-Leser!

Vereintes Europa?

Dies scheint zumindest bei den Mineralfundstellen zu gelten. Die aktuelle Lapis-Ausgabe spannt den Bogen vom Märzheft (portugiesischer Rubellit) weiter nach Osteuropa: Pünktlich zum „Internationalen Jahr der Kristallographie“, zu dem Eddy Van Der Meersche soeben ein faszinierendes Buch über formenreiche Fluorite verfasst hat, schenkte uns die Natur auch absolut „verrückte“ Pyritkristalle von einer neuen rumänischen Fundstelle, die in einer wunderschönen Berglandschaft der Karpaten liegt. Doch es geht auch ohne Kristallform: Bizzare Chalcedone, die zu den besten Europas zählen, kommen aus der östlichen Slowakei und das Fundgebiet zieht sich – grenzüberschreitend – bis hinüber nach Ungarn.
Dass es in den Alpen nicht nur schöne Bergkristallegibt, zeigt ein Eigenfund zweier Lapis-Leser, die amGornergrat chromhaltige grüne Zoisite und interessante Kupfermineralien entdeckten – mit Blick zum Matterhorn und über die faszinierende Gletscherwelt Zermatts.

Das waren noch Zeiten!

Mitte der 1970er Jahre gestaltete sich die Mineraliensuche in den Ostalpen noch etwas anders als im heutigen „Nationalpark Hohe Tauern“, wie unser Fundbericht zum historischen Teil der Bramberger Mineralien-INFO zeigt. Heutzutage scheinen die Chancen auf gute Funde – erstaunlicherweise – weniger von der Schneelage und dem Sommerwetter abzuhängen, sondern davon, ob sich bei den Sammelgenehmigungen zur Mineraliensuche in den Hohen Tauern ein auf Dauer tragfähiger Kompromiss mit den Grundeigentümern finden lässt – denn auch bei „alten Stoasuchan“ macht sich hier inzwischen eine gewisse Frustration breit.

Ein 50-jähriges Jubiläum

...feiert man nicht alle Tage. Dies gilt nicht nur für „grosse“ Mineralienbörsen wie Ste. Marie und München (2013), sondern auch für die Schweizer Firma Siber+Siber in Aathal bei Zürich. Doch dies ist auch eine Herausforderung, denn seit den „Boomzeiten“ der 1970er bis 1990er Jahre sind Mineralienhandel und Mineraliensammeln, ebenso wie Handelsbeziehungen und Vertriebswege (Internet!) einem immer schneller werdenden Wandel unterworfen. Heutzutage erfordert der professionelle Handel mit Mineralien oder Fossilien, will er erfolgreich sein, viel Tatkraft, einen enormen Aufwand, gute Beziehungen und permanentes Engagement.

Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen

Stefan Weiß

Neufund aus dem rumänischen Teil der Karpaten: Überaus flächenreiche Pyritkristalle aus einer Quarzkluft zeigen das seltene Disdodekaeder als Hauptform. Breite der Stufe 11,5 cm. Fund und Sammlung Mattia Cairoli, Foto: Roberto Appiani

 

 

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