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Editorial 03/2014

Liebe Lapis-Leser!

Diamantenes Jubiläum – die 60. Tucson Show

Das muss man erst mal schaffen! Woran kann es liegen, dass ausgerechnet an diesem abgelegenen Platz in Arizona eine Veranstaltung so lange Zeit überdauert und sich zudem bis heute stetig weiterentwickelt? Wie so oft gibt es auch hier nicht nur einen Grund dafür, sondern es sind eine ganze Zahl an günstigen Voraussetzungen gegeben.
Das Wichtigste bei der Gründung der Börse in den frühen Jahren scheint mir der Mineralienreichtum in der näheren Umgebung, aber auch die Nähe zu Mexiko mit seinen zahlreichen ergiebigen Fundstellen außergewöhnlicher Mineralien gewesen zu sein. Auch heute noch werden viele der einstmals reichen Kupfer- und Silbergruben in kleinem Maßstab zur Gewinnung von Mineralstufen – zumindest zeitweise – abgebaut.
Aber die hierbei gewonnenen Mineralien würden natürlich heute nicht genügen, um eine so große Veranstaltung am Leben zu erhalten. Dazu musste sich die einstmals kleine Sammlerbörse zu einem weltbekannten Handelsplatz entwickeln.
Die nächste wichtige Voraussetzung hierzu ist eine aufgeschlossene Stadtverwaltung. Eine derartige Veranstaltung wäre in Deutschland schon aufgrund des Ladenschlussgesetzes und anderer behördlicher Vorschriften wohl kaum durchführbar. Außerdem stehen in Tucson genügend Platz und Flächen zur Verfügung, sowie eine riesige Hotelkapazität. Dazu kommt auch, dass im zeitigen Frühjahr ein meist recht angenehmesKlima herrscht, so dass viele Amerikaner aus den nördlichen Landesteilen, ebenso wie Europäer und neuerdings auch Asiaten sehr gerne die Strapazen der weiten Anreise auf sich nehmen.

Am Anfang waren Mineralien extrem günstig!

Vorbei sind die Jahre der äußerst günstigen Angebote meist selbst gefundener Mineralien, die diese Börse in den frühen Jahren so attraktiv machten. Heute ist es das internationale Geschäft – die Aussteller kommen aus aller Herren Länder und bringen Tausende von Tonnen Rohsteine, Mineralien, Edelsteine, verarbeitete Schmucksteine und Kunsthandwerk zu dieser Börse. Nach 60-jährigem Bestehen findet die Tucson Show inzwischen an rund 40 verschiedenen Lokalitäten statt.
Aber nicht nur die Veranstaltung hat sich gewaltig vergrößert, auch die Preise für besondere Stücke bewegen sich heute oft auf dem Preisniveau eines guten Mittelklassewagens oder gar einer Eigentumswohnung. Robert Brandstetter beschreibt in einer ausführlichen Reportage, was in diesem Jahr auf der Tucson Show angeboten wurde – beziehungsweise was für Schätze die Daheimgebliebenen versäumt haben!

Schöne Turmaline und Fluorite – auch in Europa 

Ein Steinbruch in Portugal lieferte in den letzten Jahren außergewöhnlich schöne rosarote Elbaite. Anne und Roland Fuchs berichten uns darüber. Und der Bleiberger Sammler Rudolf Hasler entdeckte in den Kärntner Alpen eine Kluft mit sehr interessanten Fluoriten, die er in äußerst mühevoller, jahrelanger Arbeit geborgen hat und uns in diesem Heft vorstellt. Ihnen, liebe Leser, überlasse ich die Frage: Wer freut sich wohl mehr über seine Stücke – der Käufer in Tucson oder der Sammler an seiner selbst entdeckten Fundstelle?

Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen

Christian Weise

Stichwort Wyatt Earp: Nicht Tucson, sondern Tombstone ist hier abgebildet. Die alte Silberminenstadt liegt circa eine Fahrtstunde von Tucson entfernt – doch diese Zeit sollte man sich nehmen! Foto: Tobias Weise

 

 

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