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Editorial 12/2013

Liebe Lapis-Leser!

Einmalige Goldausstellung zum 50. Jubiläum

Die diesjährige Sonderausstellung in der Mineralworld der Munich Show wird es so gewiss nicht wieder geben. Wer sie versäumt hat und die Objekte trotzdem sehen will, muss weite Reisen auf sich nehmen. Aber auch das genügt nicht, denn viele Objekte sind nicht öffentlich zugänglich und inzwischen längst wieder in ihren sicheren Tresoren verschwunden.

Legendäre Goldstufen und Nuggets

Es war nicht einfach für den Veranstalter (und manchmal war auch langwierige Überzeugungsarbeit zu leisten), die Sammler und Museumskustoden dazu zu bringen, ihre einzigartigen Stücke für die Ausstellung in München zur Verfügung zu stellen. Die gezeigten Goldstufen muss man als einmalige Kunstwerke der Natur betrachten, die oft nur durch Zufall der Aufbereitung und der Verhüttung entkommen sind.
Oft wurde gezielt nach diesen Stücken gesucht. Meist aber vergeblich – oder die Kosten dafür waren letztlich zu hoch. Manche Stücke sind so berühmt, dass sie Namen haben: The Dragon, ein filigranes Gebilde, welches einem Drachen ähnelt. Er wurde in der Colorado Quartz Mine in Kalifornien vor rund 20 Jahren mit dem Metalldetektor aufgespürt. Oder The Corsage, ein wunderschönes blechförmiges Gold aus der Red Ledge Mine, ebenso in Kalifornien. Das Stück wurde ganz nahe der Oberfläche gefunden. Noch heute ist eine kleine Baumwurzel mit dem blechförmigen Stück innig verbunden.
Diese Stücke und noch einige mehr haben wir in dem ausführlichen Bericht über die Munich Show/ Münchner Mineralientage in dieser LAPIS-Ausgabe abgebildet.

Historische Objekte

Eine ganz besondere Geschichte hat der echte Goldbarren, der in einer der vier Tresorvitrinen gezeigt wurde. Am 3. September 1857 startete die S.S. Central America mit 477 Passagieren, 101 Besatzungsmitgliedern und beladen mit 10 Tonnen Gold in Panama zu einer Überfahrt nach New York. Das Gold stammte aus dem historischen Goldrausch in Kalifornien. Am 11. September geriet das Schiff in einen schweren Hurrikan und ging unter. Genau 130 Jahre später – am 11. September 1987 – wurde das damals gesunkene Schiff wieder gefunden. Dabei wurde natürlich auch die wertvolle Ladung (geschätzter Wert ca. 100-150 Millionen Dollar) wiederentdeckt und geborgen. Nach einem langen Rechtsstreit wurde dem Entdeckerteam 1996 92% des Goldes zugesprochen und anschliessend versteigert. Der in der Munich Show ausgestellte Barren mit einem Gewicht von 50,50 Unzen (=1,59 kg) stammt aus dieser Versteigerung. Wie man auch an diesem Barren sieht, begrenzte der Veranstalter das Thema Gold nicht nur auf Goldstufen und Nuggets. Und so konnte man auch das Gold von Elvis Presley und von Magdalena Neuner real, nur durch eine Glasscheibe getrennt, so nah wie sonst nie bestaunen.

Die Bültemann-Sammlung

Bis vor kurzem galt sie als verschollen, die umfangreiche Sammlung des westdeutschen „Uranpioniers“ und Sammlers Hans Wilhelm Bültemann. Zusammen mit den Erben gelang es Ferdinand Wagner, die Sammlung für die Nachwelt zu erhalten und mit grossem persönlichem Einsatz die Unterbringung der Sammlungsstücke zu gewährleisten. Ausführlich beschrieben wird dies im Artikel von Stefan Meier in diesem Heft.

Schöne Weihnachtstage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr 2014 wünscht Ihnen
Christian Weise

 

 

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