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Editorial 07-08/2013

Liebe Lapis-Leser!

Das Jahr 2013 liegt nun mehr als zur Hälfte hinter uns. Wie auch einige der wichtigsten Börsen weltweit ... und solche, die es vielleicht werden wollen.

Ste. Marie-aux-Mines 2013 – erfolgreich gelaufen

Mehr Aussteller, größere Fläche und mehr Besucher, so lautet kurz gefasst das offizielle Resümee des Veranstalters. Viele Besucher kommen schon seit Jahrzehnten hierher – so ist es eben mit den liebgewonnenen Gewohnheiten. Gutes Essen, alte Bekannte wiedersehen und nach kleineren Mineralien oder auch nach dem ganz besonderen Stück, zwanglos in einem unglaublich großen Angebot stöbern: So sieht es aus, das Paradies des Sammlers. Die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, meist eine weite Reise, schwierige Quartiersuche, Parkplatzprobleme oder auch Pech mit dem Wetter werden dabei gerne in Kauf genommen. Zeit und Reisekasse ist bei dem überwiegend im Rentenalter befindlichen Publikum meist ausreichend vorhanden.

Die durch die Veranstaltung geführten Schulklassen zeigten ungewollt, dass zwischen ihnen und den erwähnten Senioren mindestens eine Altersgruppe ziemlich unterrepräsentiert war. Salopp und übertrieben könnte man sagen: Dazwischen is' nix. Das beobachtet man inzwischen aber auf den meisten Börsen. Und dies wird sich künftig sicher auswirken.

Auch diesmal vermisste man wichtige Händler – eigentlich nicht sie selbst, sondern nur ihren Stand. Wenige, gute Stammkunden lassen sich aus dem Kofferraum heraus oder im Hotelzimmer bequemer, diskreter und selbstverständlich kostengünstiger bedienen. Auch dies ist leider ein zunehmender Trend.

Changsha 2013 – ein zweiter Versuch 2014

Ein weiterer Börsenbericht in diesem Heft beschreibt in vornehmer Zurückhaltung, aber objektiv und ausführlich, den Ablauf der erstmals in Changsha durchgeführten, größten Mineralienmesse Chinas. Zu hoch gesteckt waren die Ziele. Ein deutsches Erfolgsmodell nur zu kopieren, muss nicht auf Anhieb funktionieren, zumal man sich nicht an die Anregungen von kompetenten und damit beauftragten Beratern hält. Wie bereits vom Veranstalter angekündigt, wird im nächsten Jahr ein neuer Versuch gestartet.

Spanische Fluorite – und mehr

Asturien, die wunderschöne Region im Nordwesten Spaniens, erweckt in mir einige Erinnerungen. Mein erster Besuch war im Frühjahr 1972, damals noch zu Frankos Zeiten. Die gefürchtete Guardia Civil war überall präsent. Zusammen mit meiner Familie durfte ich in einer vom Tourismus vollkommen unberührten Gegend, mit märchenhaften Meeresbuchten, herrliche Zeiten erleben. Fluorite gab es überall, an jedem Straßeneinschnitt, an den zahlreichen Halden und sogar am Strand. Ganz besonders in Erinnerung blieb mir ein Besuch der Grube La Collada. Senor Lopez, der damalige Leiter, zeigte mir ein Förderband, das in schneller Fahrt großteils tiefblaue Kristalle durch eine Abspritzanlage vom rotbraunen Lehm reinigte und in einen gewaltigen Brecher entlud ... Er murmelte „Gute Qualität!", meinte aber nicht die herrlichen Fluoritstufen, sondern das Konzentrat, welches besonders rein war, da es überwiegend aus Kristallen gewonnen wurde.

Zum Glück gelingt es den Menschen niemals, alles zu vernichten – wie Sie in diesem Heft eindrücklich sehen ...

Christian Weise

edi 78-2013

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