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Editorial 01/2013

Liebe Lapis-Leser,

Zur Zeit schießen die Museen wie Pilze aus dem Boden, so könnte man meinen. Aber wie beim Pilzwachstum müssen auch hier die entsprechenden Faktoren stimmen – welche das sind, ist aber ebenso wenig eindeutig wie bei den Pilzen ... Im Lapis-Oktoberheft berichtete Berthold Ottens über einige neu entstandene Naturkundemuseen in China. Besonders beeindruckend ist hier der Neubau in Changsha, Hunan: Hier verstärkt das futuristische – geradezu opulente – Bauwerk natürlich die Bedeutung der Exponate ganz wesentlich und es soll so das Interesse der Bevölkerung an den Naturwissenschaften wecken. Die gewaltigen Kosten von 20 Millionen Euro wurden von der Regierung aufgebracht. Jetzt überrascht uns die Eröffnung des Perot Museum – ein imposantes Naturkundemuseum in Dallas, mitten im amerikanischen Bundesstaat Texas. Wo sich nicht nur das Zentrum der Öl- und Erdgasvorkommen in den Vereinigten Staaten befindet, sondern auch eine bedeutende – oder vielleicht sogar die bedeutendste – Sammlerszene dieses Landes (Mineralogical Record Januar 2009, Beiheft). Äußerst bemerkenswert ist die Finanzierung dieses monumentalen Museums: Diese wurde voll und ganz aus privaten Mitteln realisiert. Und die ausgestellten Objekte sind Eigentum privater Sammler und Händler, welche diese zum Teil extra für die Ausstellung erworben haben. Das Steuergesetz in den Vereinigten Staaten fördert in viel höherem Maße Zuwendungen für wissenschaftliche und kulturelle Zwecke. Aber dies allein macht es nicht aus, auch die Mentalität der Bevölkerung ist von besonderer Bedeutung. In den Vereinigten Staaten sind die Bürger stolz darauf, wenn sie ihre gesammelten Objekte öffentlich zeigen können. Bei uns in Deutschland ist diese Einstellung weitgehend auf Kunstsammlungen beschränkt, wie einige neuere Beispiele in der Münchner Museumsszene zeigen, zum Beispiel das Buchheim-Museum oder das Brandhorst-Museum. Aber auch bei uns scheint sich hier vielleicht ein Wandel zu vollziehen, wie das kürzlich eröffnete Krügerhaus in Freiberg sehr eindrucksvoll zeigt. Auch hier wurde die Restaurierung und die Einrichtung des Gebäudes zu einem großen Teil von der privaten Krüger-Stiftung aufgebracht.

Fantastische Kristallobjekte

In der Eifel gibt es nicht nur hervorragende Kleinstmineralien, sondern auch richtig große Kristalle wie zum Beispiel die Hämatite vom Rothenberg, einer Fundstelle, der in dieser Januar-Ausgabe ein umfassender Artikel gewidmet ist. Die fantastischen Kristallobjekte (wahre Kunstwerke!), die hier gefunden wurden, bereichern diesen Artikel – meisterhaft fotografiert von Matthias Reinhardt.

Höhepunkt überschritten

Dieses Heft enthält traditionell wieder den umfangreichen Lapis-Börsenkalender, in dem über 310 Mineralienbörsen und Messen gelistet sind. Seit 1977 – dem ersten Januarheft von Lapis – wird diese sehr beliebte Rubrik gepflegt. Im Januar 1977 enthielt der Börsenkalender gerade einmal 87 Veranstaltungen. Die höchste Zahl an Mineralienbörsen verzeichneten wir im Jahr 2008 mit 353 Eintragungen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und ein erfolgreiches Sammlerjahr 2013

Christian Weise

 

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