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Editorial 12/2012

Liebe Lapis-Leser,

Schnell vergeht die Zeit, die Münchner Mineralientage 2012 sind nun schon über einen Monat Geschichte. Viel wurde inzwischen diskutiert. Wie immer waren die Aussagen der einzelnen Aussteller sehr unterschiedlich. Manche waren sehr zufrieden, viele haben aber nur geradeso die Kosten erwirtschaftet – aber die meisten waren trotzdem froh, wieder dabei gewesen zu sein. Allerdings gab es aber doch auch Stimmen, die sagten, dass sie definitiv im nächsten Jahr nur mehr als Besucher kommen werden, denn da hätten sie nicht nur mehr Muße, die unglaublichen Sonderausstellungen zu erleben, sondern auch noch ausreichend Zeit, um das riesige Angebot zu durchforsten und zu begutachten. Denn so einfach nebenbei ist das nicht möglich. Und das eine oder andere Geschäft lässt sich trotzdem abwickeln – ein Vorgang, den man immer häufiger beobachten kann.

Was war los auf den Mineralientagen?

Nicht nur diejenigen, welche die Veranstaltung nicht besuchen konnen, finden in diesem Heft einen enthusiastischen Bericht über die Mineralientage von Robert Brandstetter, den er mit großer Sorgfalt und Marktkenntnis erarbeitet hat. Der begrenzte Raum in einer Zeitschrift bietet natürlich nur Platz für einen Überblick. Das Riesenangebot auf fast 50.000 Quadratmetern detailliert zu beschreiben, würde viele Bücher füllen. Und das muß man auch ganz klar sagen: Die Sonderausstellungen sollte man selbst erleben, denn sie sind unbeschreiblich – im wahrsten Sinne des Wortes.

Flos Ferri

… das ist das lateinische Wort für die skurrilen Aragonitbildungen, die schon vor Jahrhunderten die Aufmersamkeit der Naturforscher und Bergleute erregt haben. Viel geläufiger ist uns der Begriff „Eisenblüte“ – die vielfältigen, meist bizarr verästelten Aragonite. Diese sind nicht das Privileg des Erzberges bei Eisenerz in der Steiermark, sie kommen an recht vielen Stellen vor. Was sie aber immer brauchen, sind größere Hohlräume – seien es natürliche Höhlen in Kalkgesteinen oder verlassene Bergwerke. Dies zeigt uns, dass sie sich – geologisch betrachtet – in recht kurzer Zeit bilden können. Der Artikel von Albert Russ und seinen Kollegen macht uns mit besonders skurrilen Exemplaren bekannt, die teilweise direkt „vor Ort“ fotografiert wurden.

Die schönsten Wulfenite,

die mir aus Europa bekannt sind, zeigt uns Rudolf Hasler aus Bleiberg in Kärnten. Er hat diese Sammlung über viele Jahrzehnte zusammengetragen und vor allem auch genauestens dokumentiert. Der Bergbau wurde bereits vor einigen Jahrzehnten eingestellt und zum größten Teil sind die alten Abbaue heute nicht mehr zugänglich. Daher ist diese Sammlung für uns und die Nachwelt so wichtig. Geniessen Sie die herrlichen Fotos, die der Autor mit großem zeitlichen Aufwand und neuester Technik selbst gemacht hat. Bleiberg wurde übrigens bereits im Juli/ August 1988 ein Lapis-Doppelheft gewidmet.

Besinnliche Weihnachtstage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr 2013 wünscht Ihnen

Christian Weise

 

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