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Editorial 09/2012

Liebe Lapis-Leser!

Stufenbergbau
Ein Wort, welches man in der letzten Zeit immer öfter hört, bedeutet den Betrieb eines Bergwerkes – meist in sehr eingeschränkter Form – nicht zur Gewinnung von Rohstoffen, sondern um schöne Mineralienstufen zu bergen. Mit Nacht und Nebel-Aktionen, die ja auch häufig in aufgelassenen Bergwerken stattfinden, hat dies nichts zu tun. Der Stufenbergbau ist offiziell bei den Behörden angemeldet und geschieht mit Genehmigung der Besitzer. Dies erfordert einen kapitalstarken Partner und ausreichende bergmännische Kenntnisse – am besten einen ausgebildeten Bergmann – und nicht zuletzt auch versierte Kenntnisse im Umgang mit Behörden.
Der Verkauf der gewonnenen Stufen muß also letztlich die gesamten Kosten decken und möglichst noch einen Betriebsgewinn abwerfen. Dies hat natürlich einen Einfluß auf den Preis der so gewonnenen Stufen.
Manchmal geht die Rechnung für den Betreiber auf, wie der nun schon seit 14 Jahren betriebene Stufenbergbau der Rogerly Mine in England zeigt.
Man hat sogar den Eindruck, daß die von hier kommenden Stufen immer besser werden. Sie übertreffen sogar die historischen Stufen aus der eigentlichen Abbauperiode. Und das wohl deswegen, weil sie heute mit erheblich mehr Sorgfalt geborgen werden.
Über einen aktuellen Fund vor ein paar Wochen berichtet in dieser Lapis-Ausgabe brandaktuell Robert Brandstetter.

Die 4-Mann-Druse
Im März wurde im Steinbruch Pilgramshain I im Striegauer Granitrevier eine Druse geöffnet, in der sage und schreibe vier Mann Platz finden konnten. Der Fund lieferte hervorragende Stufen mit Fluorit, Rauchquarz und Feldspäten. Dies zeigt, dass auch in Europa in seit langer Zeit bekannten Fundgebieten immer noch „historische“ Funde durchaus möglich sind.

Hohes Risiko!
Nicht jedermanns Sache ist die Mineraliensuche an den Eisrändern der Berge im Val Cristallina. Ständige Steinschlaggefahr und die Möglichkeit, dass kubikmetergroße Fels- oder Eisblöcke abrutschen, braucht viel Mut und wirklich starke Nerven. Aber der Einsatz hat sich gelohnt, wie die abgebildeten hochglänzenden Rauchquarzstufen im Artikel über die Funde zeigen, die den Geschwistern Tomaschett in den letzten Jahren gelungen sind.
Ein besonderer Umstand ermöglichte diesen Artikel: Bei der Vorbereitung des extraLapis Surselva bekam Michael Wachtler von Franco Tomaschett das Angebot, bei der Öffnung einer neuentdeckten, frisch aus dem Eis ausgeaperten Kluft dabei zu sein. So dass eine lückenlose Fotodokumentation von der Entdeckung bis zur Bergung der Stufen aus einer Welt erfolgen konnte, die den meisten von uns nicht zugänglich ist.

Viel Freude bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen

Christian Weise



 

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