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Ein Sammlungsetikett gibt Rätsel auf Er war Bergdirektor der Mansfelder Kupfergruben und ein begeisterter Mineraliensammler: Phillip Max Geipel aus Eisleben in Sachsen-Anhalt baute von 1890-1920 eine umfangreiche Mineraliensammlung auf, die später durch Verkäufe geteilt und weithin verstreut wurde – von etlichen Stufen weiß man bis heute nicht, wohin sie gelangt sind. Doch vielleicht können ja einige Lapis-Leser Hinweise geben oder das Rätsel des geheimnisvollen „MW“- Etiketts auf Seite 50/51 lösen? Brasilianische Schatzkammern Auch nach Südamerika führten Phillip Geipels Sammelreisen und schon damals waren edle Turmaline aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais begehrt, wie die abgebildete Rubellitscheibe mit grünem Saum zeigt. Damals – und noch bis hinein in die 1970er Jahre – schien den meisten Sammlern die Fundortangabe „Minas Geräes“ (Minas Gerais) zu genügen.Doch dieses Gebiet ist mit fast 600.000 Quadratkilometern mehr als anderthalb mal so groß wie Deutschland! Hier liegen Dutzende weltberühmter Fundstellen und jede einzelne davon hat Mineralien und Edelsteine in Spitzenqualität hervorgebracht. Das soeben erschienene extraLapis No.40 „Brasilien“ zeigt nicht nur viele der besten und interessantesten Stufen in herausragender Fotoqualität, sondern vermittelt mit zwei eigens von der Lapis-Redaktion erstellten Übersichtskarten samt mehrseitigen Registern auch einen guten Eindruck, welche Fundstellen für Sammler wichtig sind und wo sie liegen. Genau 20 Jahre sind seit Erscheinen des ersten extraLapis vergangen. Diese längst vergriffene Ausgabe über Habachtaler Smaragde zählt heute unter Kennern zu den wertvollen bibliophilen Raritäten. Ein weiteres Jubiläum ... feierte Louis-Dominique Bayle, Herausgeber der französischen Mineralienzeitschrift „Le Règne Minéral“, die seit Januar 1995 alle zwei Monate erscheint. Seine Juli/ August-Ausgabe trug die runde Nummer 100 und er hat sich mit seinem mehrköpfigen Team ein besonderes Jubiläumsthema ausgedacht: Zwei Monate lang sind sie 7.000 Kilometer weit in Frankreich herumgefahren, um 23 exzellente Mineraliensammler zu treffen und mehr als 700 Mineralstufen zu fotografieren – 450 davon zeigt die Jubiläumsausgabe. Eines der 22 entstandenen Portraits ist Louis-Dominique Bayle selbst gewidmet, denn seit Beginn der 1970er Jahre ist auch er ein begeisterter Sammler (aber so etwas kennt man ja auch in der Lapis-Redaktion ...). Er bevorzugt einheimische Mineralien, oft als fotogene Kleinstufen (Stolzit von Sainte-Lucie!), schaut dabei aber durchaus über den „französischen Tellerrand“ – etwa wenn ihn Zirkone aus der ganzen Welt faszinieren, oder die Fluorite ... Okorusu-Fluorite Die weltberühmte Flußspat- Lagerstätte Okorusu in Namibia ist Hauptthema dieser Lapis-Ausgabe, denn hier gelangen vor kurzem hochinteressante Funde mit besonders flächenreichen Fluoritkristallen und auch die begehrten tiefgrünen Phantomfluorite kommen nach wie vor zutage. Flußspat ist als industrieller Rohstoff zur Flußsäure-Produktion unentbehrlich, etwa bei der Herstellung von Kunststoffen, Aluminium oder Emaille. Die Okorusu Mine, die heute dem belgischen Pharma- und Chemiekonzern Solvay SA gehört, erschließt derzeit eine neue Linse mit mehreren Millionen Tonnen 50%igen „Fluoriterzes“ – als Vorräte für Jahrzehnte. Die Linsen sind voll mit Drusen und so landen auch viele Fluoritkristalle in der Brecheranlage. Doch zum Glück für Sammler gestattet die Grubenleitung einheimischen Bergleuten den Abbau von Mineralstufen. Dieses „Specimen Mining“ dürfte den Nachschub wunderschöner Fluorite auf die internationalen Mineralienbörsen noch lange garantieren.
 

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