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Als wir in der LAPIS-Redaktion vor gut fünf Jahren die ersten Zeolithstufen aus einem kleinen Steinbruch nahe Allendorf im Westerwald zu Gesicht bekamen, waren wir überrascht – solch schöne Kabinettstufen mit enormen Chabasiten, Phakolithen und Phillipsiten hätten wir eher aus Fundstellen in Übersee erwartet, aber nicht mitten in Deutschland!Im Spätherbst 2005 luden mich die beiden erfahrenen einheimischen Sammler Andreas Leinweber und Hermann Wahl, die als erste die mineralogische und sammlerische Bedeutung dieses Zeolithvorkommens erkannt hatten, offiziell zu einem Besuch des Steinbruchs ein. Eine „kleines Poona“ mitten in Deutschland?Die beiden Hobbysammler waren schon recht neugierig, wie ein ausgebildeter Geologe und Mineraloge „ihre Hausfundstelle“ beurteilen würde – und ich selbst war äußerst gespannt, auf welche Weise und in welchen Hohlräumen solch große Zeolithe entstanden sein könnten.Allerdings stellte ich mir die Fundstelle eher als ein „kleines indisches Poona“ vor, mit vielen großen Drusen im Basalt, aus denen die Sammler die Stufen praktisch nur herauszunehmen brauchten.Irrtum, reines Wunschdenken! Das ahnte ich schon, als mich meine „Basaltkollegen“ mit Helm und Schienbeinschützern aus Plastik ausstaffierten, und mir einen Vorschlaghammer sowie zwei große Brechstangen aufluden. Nix mit „Herausnehmen“ – hartes Arbeiten war angesagt, und zwar großenteils im anstehenden Fels. Zwar sah man auf der Blockhalde und in der Basaltwand einige offene Drusen, doch war ihr Inhalt durch den „hochbrisanten“ Steinbruchbetrieb zur Schottergewinnung meist schon stark beschädigt. Und einige Löcher waren auch von Anfang an leer. Etwas Letten, dazu viel Luft – bis heute weiß niemand, warum. Die besten Drusen ... sah man nicht, sie steckten teils metertief im Fels. Oft dauerte es einen halben Tag, in permanenter Hebelei mit schweren Brechstangen, bis wieder eine einzige Kristalldruse behutsam geöffnet war. So gelangen bis in jüngste Zeit wunderschöne Funde mit Zeolithen und Calcit.Zum Glück für die einheimischen Mineraliensammler und auch die Wissenschaftler aus Bochum und München war Baggerprofi Bernd Lückhof ebenso wie die Firmenleitung der Johann Schmidt KG äußerst kooperativ beim Vorrichten der Abbauterrassen und beim Bergen von Mineralstufen – die ansonsten allesamt im Straßenschotter gelandet wären!       Die internationale Bedeutung der Fundstelle „Allendorf im Ulmtal“ spiegelt der ausführliche und reich bebilderte Artikel wider, dem LAPIS den Hauptteil dieser Ausgabe gewidmet hat. Von Sammlern für Sammler... ist und bleibt das Motto unserer Monatszeitschrift. Daher haben wir auch gerne die Anregung vieler Leser aufgenommen und bieten ab sofort allen LAPIS-Abonnenten – als erweiterten Leserservice – zwei kostenlose Kleinanzeigen pro Jahr.
 

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