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Sonne auf Sparflamme? Für einen endgültigen Rückblick auf die Strahlersaison in den Alpen ist es noch zu früh, aber nach dem äußerst „wechselhaften“ Sommer steht uns vielleicht ja doch noch ein schöner Herbst bevor. Bisher sind aus dem Alpenraum jedenfalls keine größeren oder gar spektakulären Funde bekannt geworden, aber in der Gerüchteküche (die keine festen Öffnungszeiten hat) wird kolportiert, dass in der Westschweiz ein schöner Rauchquarzfund geglückt sein soll (oder sind es sogar zwei?). Bestätigte Informa-tionen gibt es aber nicht. Gespannt können wir jedenfalls sein, wie sich die Gletscher- und Firnsituation im Hochgebirge nach den dort doch eher kühlen Sommern 2008 / 2009 und einer – bisher – wechselhaften Saison 2010 weiterentwickelt. Denn die Erde steht immer noch unter dem Einfluß des stärk-sten solaren Minimums seit 200 Jahren und mehrere anerkannte Klimakundler in Australien und Rußland warnen bereits vor einer deutlichen – globalen! – Abkühlungsphase. Doch noch gelten solche Statements bei vielen Kollegen und Politikern als „falsches Signal“.  Mehr dazu ab nächstem Frühjahr ... China schwächelt auch? Beim Rückblick auf die Börse in Sainte Marie-aux-Mines ist festzustellen, dass der Zustrom von Mineralien aus China deutlich nachgelassen hat; es kamen auch deutlich weniger chinesische Aussteller (schon auf der Börse Freiberg hatte man keinen einzigen mehr gesehen).Die ersten Reaktionen vieler Besucher und Händler gingen sogar soweit, dass es „eigentlich nichts wirklich Neues zu sehen gab“. Doch das stimmt so nicht – man musste nur zwischen der immensen Zahl von Händlerständen akribisch suchen und hinschauen. Das ist manchmal recht mühsam und kostet Zeit. Als Belohnung trifft man dann aber doch auf interessante Neufunde, etwa die „Riesen-epidote“ aus Mali. Lesen Sie dazu Robert Brandstetters Messe-bericht in dieser Ausgabe.   Pyrochlor und das Chaos Dieser gut 3 cm große afghanische „Pyrochlor“ (wohl eine Pseudomorphose) wurde in Ste. Marie angeboten. Doch wir werden wohl nie erfahren, wie dieses Mineral genau heißt. Denn Anfang August hat die International Mineralogical Association (IMA) die Nomenklatur der Pyrochlor-Gruppe komplett neu „geregelt“. 29 Mineralien wurden diskreditiert oder umbenannt („Kenoplumbopyrochlor“), mit neuen Unterabteilungen wie den „zero valent dominant pyrochlores“. Dies führte zu einer wochenlangen lebhaften, teils polemischen Diskussion im Internet (u.a. in Mindat.org). Wir werden jedenfalls zu gegebener Zeit über die neue Systematik berichten und den LAPIS-Lesern nützliche Tips geben, wie sie ihre Sammlungsstücke zuordnen können. Liegt die Schweiz in Indien? So viele indische Aussteller wie nie zuvor sah man dieses Jahr in Sainte Marie. Mitgebracht hatten sie Tische voller Apophyllit, Calcit und Zeolithe, besser denn je – aber nichts wirklich Außergewöhnliches, denkt man beispielsweise an die kugeligen Apophyllite von vor einigen Jahren, oder an das Auftauchen der ersten Kugelfluorite.Erstaunlicherweise nicht so stark vertreten waren die ausgezeichneten Quarzfunde aus dem nördlichsten Staat Indiens, Himal Pradesh, wo alpinotype Klüfte mit perfekten, oft wasserklaren Bergkristallen und Rauchquarzen von Einheimischen abgebaut werden. Diese Kleinabbaue lieferten ursprünglich Rohmaterial für Buddhafiguren, doch die Nachrichten über die genauen Fundstellen in der „Schweiz Indiens“ blieben spärlich. Diese Region verfügt auch über eine äußerst vielfältige und interessante Botanik samt Heilpflanzen. Nicht alle davon dürfen allerdings frei „konsumiert“ werden, wie das Foto auf Seite 15 suggeriert ...  LAPIS-Autor Berthold Ottens bereist dieses Gebiet schon seit 15 Jahren und hat die einheimischen Kristallsucher bis hinauf zu ihren Fundstellen begleitet. Entstanden ist ein faszinierender Artikel über indische „Quarzkristalle“ und ihre erstaunliche Vielfalt. Vielleicht taugt dieses Gebiet ja sogar dazu, einer möglichen Klimaverschlechterung in den Alpen auszuweichen ...
 

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