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Dresden: Verborgener Zauber dunkler Turmaline

Beim Turmalin wirken die edlen Farbvarietäten auf den ersten Blick am attraktivsten. Interessanterweise enthalten aber gerade die weniger beachteten dunklen Turmaline oft wundervolle Feinstrukturen von bestechender Präzision, großer Schönheit und überraschender Farbbrillanz – wenn man sie nur dünn genug schleift. Wie bei einer Röntgenaufnahme erlauben solche Dünnschliffe Einblicke in das Innerste des Kristalls, mit zahlreichen kristallographischen Informationen. Manchmal tun sich dabei auch neue ästhetische Welten mit traumhaften Turmalinlandschaften auf.

Lapis-Autor Dr. Paul Rustemeyer zieht in dieser Ausstellung einen Bogen von der geradezu meditativen Betrachtung einmaliger großformatiger Turmalinbilder bis hin zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Wachstum der Kristalle. Weil Turmalinkristalle lehrbuchartig nahezu alle an Kristallen vorkommenden Erscheinungen zeigen, erlaubt die Ausstellung auch einen Einblick in das Wesen der Kristalle ganz allgemein.

Zusätzlich zu einer großen Zahl an Dünnschliffen und Turmalinkristallen präsentiert der Ausstellungsveranstalter, die Senckenberger Naturhistorischen Sammlungen Dresden, vier Vitrinen mit ihren schönsten Turmalinkristallen, darunter seltene Turmalinfunde aus dem Erzgebirge und dem Vogtland. Besonders spektakulär ist ein hundert Jahre alter Rubellit in Edelsteinqualität aus Penig.

Ort: Japanisches Palais, Palaisplatz 11, 01097 Dresden. Geöffnet bis 18. 4. 2010 jeweils Di bis So 10-18 Uhr. Weitere Info: Birgit Walker, Tel. 0351-795841-4326, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Elbait-Wolkenburg-Muldetal

 

 

 

 

Elbait mit Rubellitköpfchen aus Wolkenburg im Sächsischen Granulitgebirge.
Foto: Paul Rustemeyer.